Buchhaltung selbst machen

Buchhaltung selbst machen bedeutet hier, dass Sie die laufenden Belege und Bankzeilen am eigenen PC prüfen, den passenden Buchungstext auswählen und die jeweilige Zeile selbst festschreiben. Das Programm liest dafür eine CSV-Datei der Bank ein, übernimmt aber keine Buchung ohne Ihre Entscheidung. Belege und Buchungstexte verlassen den PC des Kunden nicht. Eine grüne Zeile gelangt anschließend in den Stapel für DATEV oder Addison. Rote und gelbe Zeilen bleiben zunächst offen. So beantwortet diese Seite die praktische Frage, wie Sie mit dem Programm von der Bankdatei bis zum übergabefähigen Buchungsstapel vorgehen können. Stand der Prüfung: 18. Oktober 2026.

Ablauf

Am Anfang steht die CSV-Datei Ihrer Bank. Das Programm liest die darin enthaltenen Zeilen auf dem PC des Kunden. Es sendet weder Belege noch Buchungstexte von dieser Maschine weg. Die eingelesene Bankzeile wird nicht automatisch gebucht: Sie sehen die Zeile, prüfen den vorhandenen Beleg und entscheiden, welcher Buchungstext sowie welches Konto verwendet werden. Ein bereits geprüfter Buchungstext kann für die nächste ähnliche Zeile bereitliegen. Das verkürzt die wiederkehrende Auswahl, ersetzt aber nicht Ihre Festschreibung. Eine Kontonummer, die bisher nie in den Büchern stand, setzt das Programm nicht selbst ein.

Die Farben zeigen, welcher Prüfungsschritt noch fehlt. Ist der Beleg nicht vorhanden, erscheint die Zeile rot. Fehlen Konten oder bleibt die Zuordnung unsicher, wird sie gelb angezeigt. Erst eine grüne Zeile wird festgeschrieben. Für Lieferanten gibt es jeweils ein eigenes Konto. Der erste Bankstand wird einmal gegen die Saldenvorträge gebucht; ein automatisch gebildeter Saldo je IBAN ist nicht eingebaut. Nach Ihrer Prüfung enthält der Stapel für DATEV oder Addison ausschließlich festgeschriebene grüne Buchungen. Eine Steuererklärung wird nicht gesendet, und eine Lohnabrechnung gehört nicht zum Programm.

Vorteile und Nachteile

Der praktische Vorteil beim Buchhaltung selbst machen liegt in der unmittelbaren Prüfung am eigenen Rechner. Die Bankdaten werden als CSV eingelesen, während Belege und Buchungstexte auf der Maschine des Kunden bleiben. Wiederkehrende Vorgänge können dadurch an einem geprüften Buchungstext anknüpfen. Die farbliche Kennzeichnung macht sichtbar, ob ein fehlender Beleg, ein fehlendes Konto oder eine unsichere Zuordnung vorliegt. Erst wenn die Zeile grün ist, wird sie festgeschrieben. Für die anschließende Übergabe steht damit ein Stapel bereit, der nur grüne Buchungen enthält. Der Nutzen liegt also in einer geordneten Vorbereitung, nicht in einer selbsttätigen Buchungsentscheidung.

Dem stehen klare Grenzen gegenüber. Jede Zeile muss vom Menschen gespeichert werden; das Programm bucht nicht von allein. Eine neue Kontonummer wird nicht automatisch gesetzt, und ein Saldo je IBAN ist nicht eingebaut. Der erste Bankstand erfordert deshalb die einmalige Buchung gegen die Saldenvorträge. Rote Zeilen brauchen den fehlenden Beleg, gelbe Zeilen eine geklärte Zuordnung oder ein vorhandenes Konto. Außerdem verschickt das Programm keine Steuererklärung und erledigt keine Lohnabrechnung. Die Preisstufen liegen bei 39 Euro netto monatlich für Sparpaket, 149 Euro für Professionell und 299 Euro für Ultra. Der Jahrespreis entspricht zwölf Monatspreisen abzüglich 10 Prozent: 421,20 Euro, 1.609,20 Euro und 3.229,20 Euro.

Häufige Fehler

Ein häufiger Fehler ist, eine eingelesene Bankzeile mit einer bereits gebuchten Zeile zu verwechseln. Das Programm liest die CSV, nimmt Ihnen die Entscheidung und das Speichern jedoch nicht ab. Ebenso sollte ein bekannter Buchungstext nicht ungeprüft auf jede ähnliche Zeile übertragen werden. Er liegt nur für die nächste ähnliche Zeile bereit. Die Kontonummer muss in den Büchern bereits vorhanden sein; eine bisher unbekannte Kontonummer setzt das Programm nicht ein. Bei Lieferanten ist das jeweils eigene Lieferantenkonto zu beachten. Beim ersten Bankstand darf außerdem nicht auf einen automatisch gebildeten Saldo je IBAN gewartet werden, weil diese Funktion nicht eingebaut ist.

Ein weiterer Fehler ist die falsche Reaktion auf die Ampelfarben. Rot heißt, dass der Beleg fehlt. Gelb bedeutet, dass Konten fehlen oder die Zuordnung unsicher ist. Keine dieser beiden Farben darf als fertige Buchung behandelt werden. Nur die grüne Zeile wird festgeschrieben und kann in den Stapel für DATEV oder Addison gelangen. Bei bestimmten Geschäftsvorfällen gelten außerdem die vorgegebenen Grenzen: Bewirtung wird im Verhältnis 70 zu 30 geteilt. Geschenke liegen bis zum 31. Dezember 2023 bei 35 Euro und ab dem 1. Januar 2024 bei 50 Euro. GWG gilt bis 800 Euro netto, der Sammelposten reicht von 250,01 bis 1.000 Euro, und eine Kleinbetragsrechnung geht bis 250 Euro brutto.

Fazit

Wer Buchhaltung selbst machen möchte, erhält mit diesem Ablauf eine klar begrenzte Aufgabe: CSV einlesen, Beleg und Kontierung prüfen, die Farbe der Zeile beachten und nur eine grüne Zeile festschreiben. Der Rechner des Kunden bleibt der Ort für Belege und Buchungstexte. Ein geprüfter Text kann bei einem ähnlichen Vorgang erneut bereitliegen, doch die Speicherung bleibt eine menschliche Handlung. Lieferanten werden über eigene Konten geführt. Für den ersten Bankstand ist die einmalige Buchung gegen die Saldenvorträge vorgesehen. Diese Einzelheiten sind entscheidend, weil das Programm keine automatische Kontonummer ergänzt und keinen Saldo je IBAN bildet.

Am Ende steht kein fertiger Steuerbescheid und keine Lohnabrechnung, sondern ein geordneter Stapel mit festgeschriebenen grünen Buchungen für DATEV oder Addison. Die 14-tägige Demo zeigt dieselbe Maske wie die Nutzung danach. Die Karten nennen bis zu 500 Buchungen und bis zu 20 Mandanten, außerdem 3.000 Buchungen; bei Ultra gibt es keine Obergrenze. Das Programm prüft diese Mengen nicht. Für die weitere Prüfung stehen die Seiten zur Demo, zu den Preisen, zur Anleitung und zu den Leistungen bereit. Anbieter ist die Global Prepaid UG (haftungsbeschränkt), HRB 215359 B, Amtsgericht Charlottenburg, Skarbinastraße 63, 12309 Berlin, Telefon +49 30 70767051.

Kurz gefragt

Bucht das Programm eine eingelesene Bankzeile automatisch?

Nein. Die CSV der Bank wird auf dem PC des Kunden gelesen, danach bleibt die Entscheidung beim Menschen. Das Programm bucht nicht von allein, sondern zeigt die Zeile zur Prüfung an. Sie prüfen den Beleg, die Kontierung und den vorgeschlagenen Buchungstext und speichern die Zeile selbst. Ein geprüfter Buchungstext liegt für die nächste ähnliche Zeile bereit, wodurch eine wiederkehrende Auswahl erneut verfügbar sein kann. Das bedeutet aber nicht, dass jede ähnliche Zeile ohne Kontrolle festgeschrieben wird. Nur eine grüne Zeile wird festgeschrieben. Rote und gelbe Zeilen gehören noch nicht in den Übergabestapel.